Innerhalb von nur vier Jahren haben die Krisen durch Gas und Öl ein Loch von fast 17 Milliarden Euro ins Budget gerissen, belegen Zahlen des Finanzministeriums. Während fossile Energieträger die Kosten für Österreich weiter nach oben treiben, stehen erneuerbare Energien zur Lösung bereit – und zwar mit einem Nettogewinn für das Budget, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).
Zum Tag der Erneuerbaren Energie am 26.April 2026 unterstreicht der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) das enorme Potenzial heimischer, sicherer und leistbarer sauberer Energie, mit dem Österreich sich selbst versorgen kann. Auch die am Dienstag veröffentlichte Studie des Austrian Institute of Technology (AIT) belegt, dass die fast vollständige Versorgung mit erneuerbarer Energie bis 2040 technisch möglich ist. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann Österreich seine Abhängigkeit von fossilen Importen schon in den nächsten Jahren deutlich reduzieren und sich langfristig stabil und unabhängig versorgen.
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) erkennt im Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) wichtige Verbesserungen zum Status Quo bei der Vereinfachung, der Strukturierung und Effizienz von Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig bleiben zentrale Kritikpunkte aus der Begutachtung unverändert aufrecht. Vor allem die Ausbauziele für die Bundesländer sind weiterhin zu niedrig angesetzt. In Anbetracht der sich zuspitzenden Öl- und Gaskrise sei deutlich mehr Engagement notwendig.
„Machen wir Österreich gemeinsam stark!“
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
sehr geehrter Herr Vizekanzler,
sehr geehrte Frau Außenministerin,
sehr geehrter Herr Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz,
sehr geehrte Damen und Herren Landeshauptleute,
Österreich steuert innerhalb von nur vier Jahren auf die nächste schwere Energiekrise zu. Schuld ist wieder die Abhängigkeit unseres Landes von Öl und Gas.
Die Eskalation im Nahen Osten gefährdet zentrale Energiehandelsrouten und hat die Weltmarktpreise für Öl und Gas unmittelbar steigen lassen. Die daraus resultierenden Krisenpreise werden auch Österreich treffen und gefährden Wohlstand, Arbeitsplätze und Sicherheit.
Preiskrisen sind kein Ausnahmefall, sondern ein strukturelles, dauerhaftes Risiko eines fossilen Energiesystems. Solange Kohle, Öl und Erdgas unsere Energieversorgung dominieren, bleibt unser Land anfällig für geopolitische Schocks. Österreichs Energieversorgung und die heimische Bevölkerung dürfen nicht länger von Krisenregionen abhängig sein.
Die Bundesregierung und die Bundesländer haben es in der Hand, Österreichs Regionen – vom Bodensee bis zum Neusiedler See – aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Sie, hochgeschätzte Regierung und hochgeschätzte Landeshauptleute, können die Taktgeber eines gemeinsamen Befreiungsschlags sein.
Machen wir Österreich gemeinsam stark!
Der zügige Ausbau erneuerbarer Energien macht unser Land unabhängig und ist konsequente Sicherheits- und Wirtschaftspolitik.
(Wien, 26.02.2026) Drei Jahre nach Inkrafttreten der europäischen Erneuerbaren-Richtlinie RED III kommt Österreich nicht in die Umsetzung einer echten Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Beim Hintergrundgespräch am 26. Februar 2026 fordern die Erneuerbaren-Verbände gemeinsam: Aufbruchsdenken, Leadership und ein echtes „Lösen der Bremsen“ von Bund und Ländern ein.
Die heute von Klimaminister Norbert Totschnig angekündigte Entscheidung, die in der Sanierungsoffensive noch für 2026 verfügbaren Mittel gezielt dem Heizungstausch zuzuweisen, ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Damit reagiert der Minister auf ein zentrales Problem der bisherigen Förderlogik: der gemeinsamen Fördertopf für Sanierungen und Heizungstausch, der nach dem Prinzip „First Come, First Served“ vergeben wurde, hat zu wachsender Unsicherheit bei den Kund:innen geführt.
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