EEÖ fordert Klarheit bei Finanzierungsmöglichkeiten bis 2040 und zusätzliche Maßnahmen für den kontinuierlichen Ausstieg
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) warnt vor einem neuerlichen Stillstand beim Umstieg auf klimafreundliches Heizen. Nach aktuellem Trend werden die für 2026 vorgesehenen Fördermittel bereits in den nächsten Tagen ausgeschöpft sein. Damit können heuer nur etwa 30.000 fossile Heizungen gegen erneuerbare Systeme getauscht werden - notwendig wären jedoch mehr als 80.000 pro Jahr.
Die heute von der Bundesregierung präsentierte Einigung im Rahmen der Reformpartnerschaft, wonach für Energiegesetze künftig keine Zweidrittelmehrheit mehr erforderlich sein soll, bewertet der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) sehr kritisch.
Wien | Ein kühler Kopf ist dieser Tage doppelt gefragt, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ): Nicht nur angesichts der aktuellen Hitzewelle, sondern auch bei der Entscheidung für das Heizsystem der Zukunft. Wer von Öl und Gas auf erneuerbare Energien umsteigt, schützt sich vor Preisschocks auf den internationalen Energiemärkten und senkt dauerhaft seine Heizkosten. So kann etwa ein Wechsel von einer Gasheizung auf Pellets aktuell eine Einsparung von bis zu 2.500 Euro pro Jahr bringen. Auch Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und moderne Biomassesysteme ermöglichen solche Ersparnisse.
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) fordert erneut eine rasche Vorlage und den Beschluss des Grüngasgesetzes, kurz EGG. Trotz langjähriger Ankündigungen fehlt in Österreich weiterhin ein klarer Rechtsrahmen für den tragfähigen Ausbau von Grünem Gas. Dabei könnte allein Biomethan innerhalb der nächsten Jahre das Regierungsziel von 6,5 Terawattstunden erreichen und damit wesentliche Mengen an fossilem Gas ersetzen, wenn die Rahmenbedingungen passen. Bis 2040 liegt das realisierbare Potential sogar bei 20 bis 40 TWh, je nach politischer Ambition.
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt die Einigung zum Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) durch die Regierungsparteien und die Grünen. Im Zuge der Verhandlungen zur Herstellung der Zweidrittelmehrheit konnten mit den Grünen stellenweise Verbesserungen erzielt werden: Die Ausbauziele für 2030 wurden etwas angehoben, erstmals gibt es nun ein Ziel für 2035 von 40 TWh sowie einen Mechanismus, der rechtzeitig Klarheit über die Beiträge von Bund und Ländern schaffen soll.
Während Finanzminister Marterbauer in der heutigen Budgetrede den Ausbau erneuerbarer Energien als Schlüssel zu Krisenfestigkeit und Wohlstand für Österreich hervorhebt, spiegeln Budgetankündigungen und aktuelle Regierungspolitik diese Bedeutung bisher nur unzureichend wider, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). Mit der angekündigten, aber reduzierten Förderung für den Heizkesseltausch und ersten Schritten zum Abbau fossiler Subventionen seien nur geringe Fortschritte zu erwarten. Flankierende Maßnahmen sind dringend geboten, so der EEÖ, sonst wird die Wärmewende verschleppt.
Wien, – Zur aktuellen Diskussion um das EABG ordnet der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) ein und weist auf einen grundlegenden Widerspruch im Entwurf hin: Während das Gesetz mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen soll, bleibt die vorgesehene Zielarchitektur hinter den bisherigen Ambitionen Österreichs zurück.
Innerhalb von nur vier Jahren haben die Krisen durch Gas und Öl ein Loch von fast 17 Milliarden Euro ins Budget gerissen, belegen Zahlen des Finanzministeriums. Während fossile Energieträger die Kosten für Österreich weiter nach oben treiben, stehen erneuerbare Energien zur Lösung bereit – und zwar mit einem Nettogewinn für das Budget, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).
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