Definition und technik

Erneuerbare oder regenerative Energien sind Energien aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Diese Energieressourcen stehen uns nachhaltig zur Verfügung, wobei insbesondere Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Erdwärme und durch Gezeiten erzeugte Energie von Bedeutung sind. Eine weitere erneuerbare Energiequelle ist energetisch gewonnenes Potenzial, das aus Biomasse (Holz, organische Abfälle, …) gewonnen wird und in Form von Biogas, Bioethanol, Holz u.a. weiterverarbeitet wird.

geschichte

Vor der intensiven Nutzung von Kohle als Energiequelle im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung stammte jegliche Energie aus erneuerbaren Ressourcen. Holz, das für Feuer verwendet wurde, ist die älteste dieser Energieformen, gefolgt von Wind, der Schiffe oder, wie die Wasserkraft, Pumpen antrieb. Die Energie der Sonne ist natürlich seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil des Systems, während die Verwendung zur Stromerzeugung erst wenige Jahrzehnte alt ist.

 
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Erneuerbare Energie Heute

Basierend auf dem Bericht von REN 21 (2017) trugen erneuerbare Energien 19,3 % zum weltweiten Energieverbrauch bei und 24,5 % zur Erzeugung von Elektrizität in den Jahren 2015 und 2016. Dieser Energieverbrauch setzt sich zu 8,9 % aus herkömmlicher Biomasse, zu 4,2 % aus moderner Biomasse, Geothermie und Solarthermie, zu 3,9 % aus Wasserkraft und zu 2,2 % aus Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse zusammen. Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Technologien beliefen sich im Jahr 2015 auf mehr als 286 Milliarden USD, wobei in China und in den USA vermehrt in Wind, Wasser, Solar und Biotreibstoffe investiert wurde. Schätzungsweise gibt es dank der erneuerbaren Branche weltweit etwa 7,7 Millionen Arbeitsplätze, wobei die meisten im Bereich der Photovoltaik- und Solarindustrie vergeben sind. Mit 2015 waren weltweit mehr als die Hälfte aller neu installierten Stromkapazitäten erneuerbar.

Quelle: Wikipedia

Österreich

Der österreichische Bruttoinlandsverbrauch betrug 2016 1.435 PJ und war damit um 1,4 % höher als im Vorjahr, wobei der energetische Endverbrauch im selben Zeitraum um 2,8 % anstieg. Im Rahmen des EU Klima- und Energiepaketes 2020 hat sich Österreich verpflichtet, den Anteil Erneuerbarer im nationalen Energiemix auf 34 % zu steigern. Der Anteil erneuerbarer Energie stieg in Österreich im Jahr 2016 um 0,5 Prozentpunkte auf 33,5 %, der absolute Beitrag Erneuerbarer steigerte sich um 3,8 % auf 404 PJ. Durch den Einsatz erneuerbarer Energie konnten in Österreich im Jahr 2016 Treibhausgasemissionen im Umfang von rund 30,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden werden. Mit der mission2030 bekannte sich die österreichische Bundesregierung 2018 erstmals zu einem Ausbau der Erneuerbaren auf 100 % erneuerbaren Strom.

Quelle Österreich: Erneuerbare Energie in Zahlen 2017, BMNT 2017