Abhängigkeit von Öl und Gas verringern und Milliarden-Loch im Budget zukünftig verhindern
Zur Grafik: Staatseinnahmen durch Heizungstausch
Innerhalb von nur vier Jahren haben die Krisen durch Gas und Öl ein Loch von fast 17 Milliarden Euro ins Budget gerissen, belegen Zahlen des Finanzministeriums. Während fossile Energieträger die Kosten für Österreich weiter nach oben treiben, stehen erneuerbare Energien zur Lösung bereit – und zwar mit einem Nettogewinn für das Budget, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).
Finanzielle Anreize schaffen Staatseinnahmen
Den konkreten Budgetnutzen hat die Österreichische Energieagentur (AEA) beispielhaft für den Heizungstausch von fossilen Heizträgern auf Bioenergie nachgerechnet. Die Installation und der Betrieb eines typischen Pelletkessels erzielen Staatseinnahmen von insgesamt 55.139 €, bestehend aus Mehrwertsteuern und Lohnnebenkosten über eine angenommene Lebensdauer von 20 Jahren. Die Branche wäre in der Lage, jährlich sogar über 100.000 Kessel zu tauschen, mit den entsprechenden positiven Effekten fürs Budget. Doch unstete Rahmenbedingungen durch fortwährendes Stop-and-Go bei den Förderungen für den Heizungstausch verunsichern und hemmen den Markt. Für heuer zeichnen sich schon für Juni leere Fördertöpfe ab!
„Mit dem Wechsel auf erneuerbare Heizsysteme können sich Österreichs Haushalte aus der fossilen Kostenfalle befreien und zur Erreichung unserer Klimaziele beitragen. Damit wir hier das notwendige Niveau erreichen und halten können, benötigt es Zuverlässigkeit bei den Rahmenbedingungen und finanziellen Anreizen. Insbesondere da es bis heute an einem klar geregelten Ausstiegspfad für fossiles Öl und Gas fehlt“, hält Prechtl-Grundnig mit Blick auf die aktuellen Budgetdebatten fest. Die Unterstützung des Heizungstausch muss in ausreichendem Umfang berücksichtigt werden. Auf 60.000 bis 80.000 Heizsysteme pro Jahr sollte dabei abgezielt werden. Zumal die ausgelösten Einnahmen daraus für den Staatshaushalt die dafür vorzusehenden Mittel bei weitem übertreffen.
Wertschöpfungseffekte für Österreich bei Erneuerbaren höher
Wenn Investitionsanreize bestehen und die Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energie stimmen, zahlt sich der Umstieg vielfach aus. Das Institut für Höhe Studien (IHS) hat die hohen heimischen Wertschöpfungseffekte aller erneuerbaren Energieträger in Summe bestimmt und kommt zu dem Schluss, dass diese weit über denen fossiler Energie liegen. Investitionen in Höhe von einer Million Euro für den Betrieb erneuerbarer Anlagen lösen Wertschöpfungseffekte von 0,96 Millionen Euro innerhalb Österreichs aus.

