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    Donnerstag
    Sep212017

    Ökostromausbau in Österreich weiterhin unbefriedigend 

    Verbrauchszuwachs bei Strom ist höher als der Ökostromausbau

    Der heute von der E-Control präsentierte Ökostrombericht bestätigt den weiterhin unbefriedigenden Ausbau von Ökostrom in Österreich. Obwohl der unterstützte Ökostromanteil prozentuell an der Abgabe an Endverbraucher von 16,0% auf 16,7% gestiegen ist, ist der Stromverbrauchzuwachs in Österreich jedes Jahr höher als der Ökostromausbau. Die unterstützte Ökostromproduktion stieg 2016 von 9.168 GWh auf 9.770 GWh, die Abgabe an Endverbraucher von 57.417 GWh auf 58.335 GWh. „Mit diesem Tempo des Ausbaus von Wind, Kleinwasserkraft, Biomasse, Biogas und Photovoltaik in Österreich werden wir die Stromversorgung in Österreich nicht sichern können“, sagt Peter Püspök, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

    Mit der im Juni 2017 einstimmig von allen Parlamentsparteien beschlossenen Ökostromnovelle kann der Anteil erneuerbarer Energieträger (inkl Großwasserkraft)) am Stromverbrauch in Österreich von dzt rd 70% auf 72% ansteigen. Um 100% Ökostrom bis 2030 sicher zu stellen und die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen, muss die Ausbaugeschwindigkeit von Ökostrom in Österreich jedoch verdreifacht werden. „Ein neues Ökostromgesetz muss daran gemessen werden, wie stark es den Ökostromausbau in Österreich beschleunigen kann, von derzeit rd 600-700 GWh/a auf zumindest 2.000 GWh/a. Nur dann werden wir die steigenden Anforderungen an den Strombedarf in Zukunft abdecken können“, gibt Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) zu bedenken.

    Das Unterstützungsvolumen für den Ökostromausbau in Österreich hat 2016 820 Millionen EUR betragen. Seit 2017 sinkt der Unterstützungsbedarf, da viele Wind- und Kleinwasserkraftwerke aus dem Ökostromregime in den freien Markt gewechselt sind. Durch den Ökostromausbau und die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der Marktpreis seit 2008 mehr als halbiert und deshalb sind die Strompreise für Haushalte und Industrie in Österreich seit 2005 nicht angestiegen, sondern in den letzten Jahren sogar gefallen. „Um in Zukunft ausreichend Ökostrom für E-Mobilität, Wärmepumpen, Digitalisierung und Wasserstoff zur Verfügung stellen zu können, muss der Stromausbau in Österreich beschleunigen wie ein Tesla“, schließt Peter Püspök ab.

    Dienstag
    Sep052017

    Ökostromausbau muss auch weiterhin aus allen erneuerbaren Energiequellen stammen

    Biomasse und Biogas sind neben Wasser, Wind und Sonne wichtig für den weiteren Ökostromausbau in Österreich

    Bundeskanzler Christian Kern hat gestern Einblicke in sein Energiekonzept bis 2030 gegeben. „Es ist sehr begrüßenswert, wenn der Herr Bundeskanzler die notwendige Beschleunigung des Ökostromausbaus von derzeit 9 TWh auf insgesamt 33 TWh bis 2030 unterstützt. Österreich verbraucht derzeit rund 70 TWh Strom und importiert netto 10 TWh. Mit der Ende Juni im Parlament beschlossenen Ökostromnovelle können rd 2 TWh Ökostrom erzeugt werden. Der Anteil von erneuerbaren Energien im Stromsektor, inklusive Großwasserkraft, könnte damit bei gleichbleibendem Stromverbrauch von derzeit 70% auf rd 72 % ansteigen. „Um 100% Ökostrom bis 2030 zu erreichen ist allerdings, wie von Bundeskanzler Kern angeführt, eine Verdoppelung bis Verdreifachung der Ausbauraten bei Ökostrom auf rund 3 TWh pro Jahr notwendig“, konstatiert Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). 3 TWh, oder 3 Mrd kWh entsprechen dem Jahresbedarf für 1 Mio E-Autos, die auch im Winter Ökostrom benötigen.

    Neben dem absolut notwendigen starken Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenkraftwerken, ist aber auch eine Absicherung der Stromproduktion durch kontinuierlich und vor allem im Winter einspeisende Biomasse- und Biogaskraftwerke notwendig. „Österreich importierte heuer an vielen Tagen im Jänner fast 60% des benötigten Stroms aus Kohle- und Atomkraftwerken in Deutschland und Tschechien. Strom aus heimischen Biomasse- und Biogasanlagen reduziert diese winterliche Importabhängigkeit. Es kommt daher immer auch auf das Wann und Wo der Einspeisung von Ökostrom an, nicht nur auf die reinen Erzeugungskosten“ rechnet Erwin Mayer, stellvertretender Geschäftsführer des EEÖ, vor. „In Zukunft wird auch die Einspeisung und Verstromung von Biomethan in die bestehende Gasinfrastruktur notwendig sein, um die fossile Abhängigkeit zu verringern. Auch dafür sind Biomasse- und Biogasanlagen der 2. und 3. Generation geeignet“, schließt sich Peter Molnar an.

    „Nur ein beschleunigter Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonne sowie ein maßvoller Ausbau von Biomasse- und Biogasökostromanlagen gewährt auch in Zukunft eine hohe, ganzjährige Versorgungssicherheit in Österreich. Das Hauptaugenmerk der Politik muss deshalb auf dem Zurückdrängen der stark ansteigenden Atom- und Kohlestromimporte und der Absicherung und des Ausbaus aller vorhandenen Ökostromkapazitäten liegen" fordern Peter Molnar und Erwin Mayer. Sie erhoffen sich in den Wahlprogrammen aller Parteien klare Bekenntnisse zum Ökostromausbau in Form von Zielen und Ausbautempo zu finden.

    Donnerstag
    Jun292017

    Last minute ticket für Ökostromausbau in Österreich

    Abschluss der kleinen Novelle zum Ökostromgesetz ist ein Beitrag zum Klimaschutz und gegen Atomstromimporte

    Vertreter der Regierungsparteien und der Grünen haben heute verkündet, dass in der laufenden Plenarsitzung des Parlaments die lange erwartete Ökostromnovelle beschlossen werden wird. Ein jahrelanges, oft frustrierendes Ringen ist damit zum Abschluss gekommen. Grundsätzlich begrüßt der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) die Tatsache, dass ein Abschluss erfolgt ist und damit ein Zeichen für den Klimaschutz und Österreichs Anti-Atompolitikgesetzt wurde. „Als Erneuerbare haben wir ein Zwischenziel erreicht, auch wenn wir unterwegs noch ordentlich gerupft wurden“, meint Peter Püspök, Präsident des EEÖ. „Für den dringend notwendigen großen Sprung nach vorne bei Klimaschutz und Energiewende brauchen wir von der nächsten Regierung aber noch viel mehr Rückenwind“, fügt Püspök hinzu. „ Heute muss aber Allen gedankt werden, die sich um den vorliegenden Beschluss bemüht haben“, schließt Püspök. 

     

    Donnerstag
    Jun292017

    EEÖ-NGO-Voestalpine Konsenspapier zum Klimaschutz

    Der EEÖ hat sich gemeinsam mit den Umwelt-NGOs und der Voestalpine an einem Dialog über den Klimaschutz beteiligt. Ergebnis ist das Konsenspapier, das die Durchschnittsmengen und Gemeinsamkeiten der beteiligten Organisationen formuliert. Der EEÖ ist mit seinen Mitgliedsverbänden daran interessiert ausreichend erneuerbare Energien, darunter auch Ökostrom aus heimischen Ökostromanlagen der österreichischen Industrie zur Verfügung zu stellen. Die Entkarbonisierung aller Sektoren vom Verkehr, über den Wärmemarkt bis eben auch zur Industrie braucht mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen, die Voestalpine bis zu 33 TWh für den gesamten Reduktions- und Schmelzprozess für die Herstellung von Rohstahl. Bei ausreichender Unterstützung des Ökostromausbaus durch die Politik, wie einem funktionierendem Ökostromgesetz und ausreichend hohen CO2-Preisen, können Österreichs Ökostrominvestoren- und Betreiber auch diese Ökostrommengen zur Verfügung stellen. Somit sind mindestens 100% Ökostrom eine Voraussetzung für annähernd 100% CO2-freie Industrie und Wirtschaft bis 2050. Dazu leistet dieses Konsenspapier einen Anfang.

    Konsenspapier deutsche Fassung

    Konsenspapier englische Fassung

    Mittwoch
    Jun282017

    Übergabe der Petition an ÖVP-Chef Sebastian Kurz

    Übergabe der Petition an ÖVP-Chef Sebastian Kurz, entgegengenommen von Gernot Maier, Direktor für Politik und Strategie der ÖVP

    EEÖ Präsident Peter Püspök übergab mit stv. GF Erwin Mayer rund 11000 Unterschriften für eine Petition zum raschen Abschluss einer kleinen Ökostromgesetzesnovelle. Die ÖVP stehe zu einem Abschluss. Ein Kompromiss unter allen drei Beteiligten ÖVP, SPÖ und Grüne wird aber notwendig sein um noch vor der Sommerpause eine Verabschiedung im Plenum des Nationalrates zu erreichen. Wir danken jedenfalls allen Unterzeichnern der Petition und hoffen auf eine Berücksichtigung in der Politik.