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    Donnerstag
    Jun292017

    Last minute ticket für Ökostromausbau in Österreich

    Abschluss der kleinen Novelle zum Ökostromgesetz ist ein Beitrag zum Klimaschutz und gegen Atomstromimporte

    Vertreter der Regierungsparteien und der Grünen haben heute verkündet, dass in der laufenden Plenarsitzung des Parlaments die lange erwartete Ökostromnovelle beschlossen werden wird. Ein jahrelanges, oft frustrierendes Ringen ist damit zum Abschluss gekommen. Grundsätzlich begrüßt der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) die Tatsache, dass ein Abschluss erfolgt ist und damit ein Zeichen für den Klimaschutz und Österreichs Anti-Atompolitikgesetzt wurde. „Als Erneuerbare haben wir ein Zwischenziel erreicht, auch wenn wir unterwegs noch ordentlich gerupft wurden“, meint Peter Püspök, Präsident des EEÖ. „Für den dringend notwendigen großen Sprung nach vorne bei Klimaschutz und Energiewende brauchen wir von der nächsten Regierung aber noch viel mehr Rückenwind“, fügt Püspök hinzu. „ Heute muss aber Allen gedankt werden, die sich um den vorliegenden Beschluss bemüht haben“, schließt Püspök. 

     

    Donnerstag
    Jun292017

    EEÖ-NGO-Voestalpine Konsenspapier zum Klimaschutz

    Der EEÖ hat sich gemeinsam mit den Umwelt-NGOs und der Voestalpine an einem Dialog über den Klimaschutz beteiligt. Ergebnis ist das Konsenspapier, das die Durchschnittsmengen und Gemeinsamkeiten der beteiligten Organisationen formuliert. Der EEÖ ist mit seinen Mitgliedsverbänden daran interessiert ausreichend erneuerbare Energien, darunter auch Ökostrom aus heimischen Ökostromanlagen der österreichischen Industrie zur Verfügung zu stellen. Die Entkarbonisierung aller Sektoren vom Verkehr, über den Wärmemarkt bis eben auch zur Industrie braucht mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen, die Voestalpine bis zu 33 TWh für den gesamten Reduktions- und Schmelzprozess für die Herstellung von Rohstahl. Bei ausreichender Unterstützung des Ökostromausbaus durch die Politik, wie einem funktionierendem Ökostromgesetz und ausreichend hohen CO2-Preisen, können Österreichs Ökostrominvestoren- und Betreiber auch diese Ökostrommengen zur Verfügung stellen. Somit sind mindestens 100% Ökostrom eine Voraussetzung für annähernd 100% CO2-freie Industrie und Wirtschaft bis 2050. Dazu leistet dieses Konsenspapier einen Anfang.

    Konsenspapier deutsche Fassung

    Konsenspapier englische Fassung

    Mittwoch
    Jun282017

    Übergabe der Petition an ÖVP-Chef Sebastian Kurz

    Übergabe der Petition an ÖVP-Chef Sebastian Kurz, entgegengenommen von Gernot Maier, Direktor für Politik und Strategie der ÖVP

    EEÖ Präsident Peter Püspök übergab mit stv. GF Erwin Mayer rund 11000 Unterschriften für eine Petition zum raschen Abschluss einer kleinen Ökostromgesetzesnovelle. Die ÖVP stehe zu einem Abschluss. Ein Kompromiss unter allen drei Beteiligten ÖVP, SPÖ und Grüne wird aber notwendig sein um noch vor der Sommerpause eine Verabschiedung im Plenum des Nationalrates zu erreichen. Wir danken jedenfalls allen Unterzeichnern der Petition und hoffen auf eine Berücksichtigung in der Politik.

    Donnerstag
    Jun222017

    Ökostrom-Petition mit 10 674 Unterschriften an Parlamentsparteien übergeben

    Wirtschaftsminister Mahrer und Grüne Umweltsprecherin Brunner empfangen Ökostromvertreter

    Der Dachverband der Erneuerbaren Energie EEÖ überreichte gemeinsam mit den Umweltverbänden Greenpeace, Global 2000 und WWF eine Petition zur raschen Umsetzung einer kleinen Ökostromgesetznovelle in der Säulenhalle des Parlaments. Die Forderung der Petition lautet: „Umsetzung der Zusage aus dem Arbeitsprogramm der Bundesregierung vom 30. Jänner 2017, in dem, in Bezug auf erneuerbare Energien, vereinbart wurde, dass „signifikante zusätzliche Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich ausgelöst werden sollen“. Anschließend wird gefordert, „dass die verantwortlichen Regierungsmitglieder (Bundeskanzler Christian Kern, Obmann der zweiten Regierungspartei Sebastian Kurz und Wirtschaftsminister Harald Mahrer) die Novelle des Ökostromgesetzes in der noch verbleibenden Amtsperiode zum Abschluss bringen.“

    10 674 Bürgerinnen Österreichs unterschrieben die Petition. „Das ist aber nur die Speerspitze einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung für den Ausbau von Ökostrom“ betont Erwin Mayer vom EEÖ und verweist auf zahlreiche Umfragen zu diesem Thema. Nachdem selbst bei einer vom EEÖ erhofften vollständigen Umsetzung des Pakets mit Erhalt aller effizienten Ökostromanlagen und dem Abbau der Warteschlange bei Wind und Kleinwasserkraft keine Strompreiserhöhung für Haushalte und Wirtschaft durch die Ökostromförderung zu erwarten ist, sollte die kleine Novelle zum ÖSG rasch umgesetzt werden. „Alle Verhandlungsparteien werden jetzt etwas über ihren Schatten springen müssen. Ein Kompromiss wird notwendig sein um damit das Ökostromgesetz beschließen zu können. Das wäre ein klares Zeichen für den Klimaschutz“ hofft Peter Püspök, Präsident des EEÖ auf eine Einigung vor den beiden Plenartagen des Parlaments am 28. und 29. Juni.

    (C) Fotos Astrid Knie

    Mittwoch
    Jun212017

    Arnold Schwarzenegger fordert Erhöhung auf 40% Erneuerbare bis 2020 für Österreich

    EEÖ: Biogasverstromung liefert wertvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit

    Bei der R20 Austrian World Summit - Konferenz in der Hofburg zeigte sich der Ex-Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, optimistisch, dass Österreich nicht nur 34% Erneuerbare Energie bis 2020 schaffen wird sondern „hundertprozentig sogar 40%“ in den nächsten 3 Jahren. Das sei nur möglich, wenn alle Ebenen von Politik, Wirtschaft und Private zusammenarbeiten. Der stv. Geschäftsführer des Dachverbandes Erneuerbare Energie (EEÖ), Erwin Mayer fordert dazu: „Für eine rasche Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils in Österreich muss die anstehende Ökostromnovelle sofort umgesetzt werden. Die Ökostromwirtschaft in Österreich will sowohl in neue Ökostromanlagen investieren als auch für die Sicherstellung einer ganzjährigen, möglichst kontinuierlichen Stromproduktion, so viel wie möglich bestehende Ökostromanlagen erhalten."

    Um 40% Erneuerbare Energie bis 2020 zu erreichen, muss ein intelligenter Strommix aus allen erneuerbaren Energiequellen aufgebaut werden. „Die Ökostromtechnologien Kleinwasserkraft, Wind, Biogas, Biomasse und PV gegeneinander auszuspielen bringt uns dabei nicht weiter“, betont EEÖ Geschäftsführer Peter Molnar. „Jede erneuerbare Kilowattstunde macht Sinn. Die Kilowattstunde aus Biogasanlagen ist zwar teurer als jene aus Kleinwasserkraft, Wind und PV, ist aber als regelbare Energie und als saisonale Speichermöglichkeit für die Vollversorgung Österreichs mit Ökostrom unerlässlich. Speziell an kalten Wintertagen kann die Biogasverstromung fossile und atomare Stromimporte reduzieren."

    „Österreich importierte heuer an vielen Tagen im Jänner fast 60% des benötigten Stroms aus Kohle- und Atomkraftwerken in Deutschland und Tschechien. Strom aus heimischen Biomasse- und Biogasanlagen reduziert diese winterliche Importabhängigkeit. Es kommt daher immer auch auf das Wann und Wo der Einspeisung von Ökostrom an, nicht nur auf die reinen Erzeugungskosten“ rechnet Mayer vor. „In Zukunft wird auch die Einspeisung und Verstromung von Biomethan in die bestehende Gasinfrastruktur notwendig sein, um die fossile Abhängigkeit zu verringern. Auch dafür sind Biogasanlagen der 2. und 3. Generation geeignet“, schließt sich Peter Molnar an.

    „Biogas made in Austria abzudrehen und gleichzeitig fossiles Erdgas aus Russland mit neuen Pipelines aufzudrehen ist weder ein Beitrag Österreichs zur Erreichung der Klimaschutzziele noch der von Arnold Schwarzenegger geforderten 40% Erneuerbare Energie bis 2020“, stellen Mayer und Molnar fest. „Wenn Österreich seine Klimaschutzziele ernst nimmt und einen raschen Ausbau Erneuerbarer in die Wege leitet, werden wir die Vorgabe von Arnold Schwarzenegger sogar übertreffen“, so die beiden EEÖ-Sprecher abschließend.