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    Dienstag
    Mär212017

    Erneuerbare Energie für eine erdölfreie Mobilität

    Kleine Ökostromnovelle muss mehr Ökostrom bringen

    Wien, am 22.3.2017: Der Energieverbrauch muss im nächsten Jahrzehnt halbiert werden. So verlangt es das Klimaprotokoll von Paris. Die Realität sieht leider anders aus. Energieverbrauch und CO2-Emissionen steigen. Die Elektromobilität könnte einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung leisten. „Damit die Energiewende im Verkehr gelingt, braucht es eine umfassende Mobilitätswende. Für eine klimaverträgliche E-Mobilität ist wesentlich, dass der Strom aus erneuerbarer Energie kommt“, betont Ulla Rasmussen, Verkehrsexpertin vom VCÖ. „Wenn die erste Ökostromnovelle seit fünf Jahren in der derzeitigen Form zu weniger Ökostrom führt als vorher, werden wir zur energiepolitischen Lachnummer in Europa. Wir brauchen daher Steigerungen in allen Technologien, speziell die sofortige Umsetzung aller bereits bewilligten Projekte“, ergänzt Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

    Seit 1997 ist der Energieverbrauch in Österreich um 30% gestiegen. Zusätzlich haben mit der bisherigen Art der Energiebreitstellung die CO2-Emissionen stark zugenommen und die Klimabilanz hat sich stetig verschlechtert. Seit dem Klimaabkommen von Paris ist aber klar, dass wir unseren Lebensstil auf Dauer nur halten können, wenn wir dafür zukünftig deutlich weniger Energie einsetzen und auf eine Versorgung aus erneuerbaren Quellen umstellen. 28% der CO2-Emissionen werden in Österreich durch den Verkehr verursacht. Die Emissionen beim Verkehr sind in den letzten 25 Jahren gar um unglaubliche 60% gestiegen. „Der Energieverbrauch des Verkehrs ist durch Vermeiden, Verlagern und verbesserter Energieeffizienz stark zu verringern“, erklärt Ulla Rasmussen, Verkehrsexpertin vom VCÖ und ergänzt: „E-Motoren sind um ein Vielfaches energieeffizienter. Für die Klimabilanz ist unverzichtbar, dass der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt. Es braucht neue, zusätzliche Ökostromanlagen, die auch im Einklang mit dem Naturschutz stehen müssen.“

     

    E-Mobilität spart Energie und schützt das Klima

    „Die Elektromobilität ist die größte Energieeffizienz-Maßnahme dieses Jahrhunderts“, bemerkt Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und setzt fort: „Während Verbrennungsmotoren circa 30% der Energie nützen und der Rest verloren geht, sind es bei der Elektromobilität rund 90%. Das heißt bei jedem Kilometer, der mit einem E-Auto anstatt mit einem Verbrennungsmotor gefahren wird, wird zwei Drittel der Energie gespart. Das Bekenntnis der Bundesregierung zur Elektromobilität ist eines der größten Hoffnungszeichen für die wirtschaftliche Zukunft Österreichs. Wenn wir nach Norwegen hier in eine weltweite Pionierrolle schlüpfen und dazu das Ziel von 100% erneuerbaren Strom im Jahr 2030 erreichen – ein durchaus realistisches Ziel – dann wird Österreich als Zentrum der neuen Mobilität und der neuen Energien enorm profitieren. Umwelt und Wirtschaft Hand in Hand – das ist kein Traum, sondern eine Riesenchance.“ Allerdings wird derzeit erst 10% der Verkehrsflotte mit erneuerbaren Energien betrieben, lediglich 2,3% fahren mit Strom.

     

    E-Mobilität braucht 100% erneuerbare Energie

    Ein Drittel der Stromversorgung in Österreich stammt von Kohle-, Gas-, und Atomkraftwerken. Diese 30% sollen bis 2030 durch erneuerbare Energien gedeckt werden. „Wenn die Hälfte der Kfz-Flotte mit Strom fährt, bedarf es nochmals rund 8% mehr Ökostrom“, bemerkt Rasmussen und setzt fort: „Wesentlich für die Erreichung des Klimaziels von Paris ist, dass ein Zeitpunkt festgelegt wird, ab dem kein Neuwagen mehr mit Verbrennungsmotor verkauft wird und die erneuerbaren Energien rasch ausgebaut werden.“

    Diese Fakten zeigen klar auf, dass man keine Zeit mehr verlieren sollte, will man die Stromversorgung bis 2030 erneuerbar zur Verfügung haben. „260 Windräder sind bereits fertig genehmigt und könnten Österreich diesem Ziel einen deutlichen Schritt näher bringen. Diese Anlagen können 2,5 % der Stromversorgung sichern“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Daher muss die kleine Ökostromnovelle die Ausbauhürden für die Warteschlange der genehmigten Windräder abbauen.“

    Montag
    Mär132017

    Einladung zum Fachdialog "Energie der Zukunft ist erneuerbar! - Naturschutz zweitrangig?"

    am Dienstag, 21. März 2017, 18.30 Uhr referieren und diskutieren mit Ihnen

    Dkfm. Peter Püspök
    Erneuerbare Energie Österreichs
    Präsident
    Christoph Walder
    WWF Tirol
    Leiter
    Mag. Franz Maier
    Umweltdachverband
    Präsident
    Um die aktuell global vereinbarten Klimaziele einigermaßen erreichen zu können, bedarf es vor allem einer Transformation des Energiesystems. Es geht um den Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft. Aber auch die Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen sollen reduziert, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung gefördert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Allerdings können die erneuerbaren Energien den aktuellen Bedarf nicht decken, der daher durch Effzienzmaßnahmen gesenkt werden muss. Erneuerbare Energie ist aber auch mit problematischen Auswirkungen auf Umwelt und Natur verbunden.

    Wasserkraft ist weitgehend ausgebaut. Weitere Vorhaben sind größtenteils mit schwerwiegenden Eingriffen in die Natur verbunden. Windkraft kann von vielfältigen negativen Auswirkungen auf die Fauna (Barrierewirkung erhöhte Mortalitätraten, …) begleitet sein. Sie verändert das Landschaftsbild. Intensive Waldbewirtschaftung und industrielle Landwirtschaft führen zu Verlusten der Biodiversität.

    Es stellt sich also die Frage, ob angesichts des großen Bedarfs an erneuerbarer Energie der Naturschutz „geopfert“ werden muss.

    Prominente und kompetente Referenten berichten über den Stand der Dinge, über notwendige Inhalte und stehen Ihnen Rede und Antwort. Nutzen Sie diese einzigartige Gelegenheit, mit Experten ins Gespräch zu kommen, sich aus erster Hand zu informieren und Ihre Ideen, Bedenken und Vorschläge einzubringen!

    Ort: Kommunalkredit Austria AG, Festsaal, Türkenstraße 9; 1092 Wien

    Moderation: Prof. Dr. Reinhold Christian, Vorsitzender Umwelt Management Austria

    Anmeldung: unter office@uma.or.at oder 01/216 41 20-11.

    Die Teilnahme ist kostenlos.

     

    Sonntag
    Feb262017

    OÖ-Industrie und VOEST würden von einem stärkeren Ökostromausbau in der Energiestrategie profitieren

    Anlässlich der am Montag von der OÖ Landesregierung geplanten Beschlussfassung zur neuen Energiestrategie fordert der Dachverband der Erneuerbaren Energien Österreichs (EEÖ) die Energiestrategie gründlich zu überarbeiten und mit mehr Ökostrom die Industrie zu unterstützen. Die VOEST, als ein in Oberösterreich beheimateter Leitbetrieb hat in Aussicht gestellt mithilfe von Ökostrom die Stahlerzeugung in Österreich fast vollständig zu entkarbonisieren und auf Klimaschutz zu setzen. Dafür braucht sie in den nächsten Jahrzehnten laut eigenen Angaben bis zu 33 TWh Ökostrom, das ist fast die Hälfte des derzeitigen, österreichischen Stromverbrauchs von 70 TWh. „Zur Standortsicherung der Voest ist von der Politik zu erwarten, dass sie mit aller Kraft den Ausbau sämtlicher erneuerbarer Energien vorantreibt“ sieht Erwin Mayer Synergieeffekte von Industrie- und Klimapolitik. „Wenn wie bisher der Anteil von Ökostrom in OÖ sinkt und nicht rasch ansteigt, wird entweder der Atomstrom aus Temelin für die Stahlproduktion und andere energieintensive Betriebe in Oberösterreich produzieren oder der Standort Oberösterreich wird für klimaschutzorientierte Unternehmen mangels ausreichendem Ökostromangebot unattraktiver“ befürchtet Erwin Mayer vom EEÖ Konsequenzen eines gebremsten Ausbaus erneuerbarer Energien.

    Mit der Versuchsanlage in Linz zur Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff ist die VOEST bereits in eine mögliche grüne und CO2-arme Stahlproduktion eingestiegen. Der Wasserstoff kann die klimaschädliche Kohle als Reduktionsmittel ersetzen. „Der bisher sehr spärliche Windkraftausbau in Oberösterreich müßte dafür allerdings in einen neuen Ökostromboom zugunsten des Industriestandort-Bundeslandes Oberösterreich beschleunigt werden“ stellt Mayer klar. Alleine bei der Windkraft wären in Oberösterreich weitere 0,6 TWh bis 2030 möglich. Auch die Wasserkraft- und PV-Potentiale sind nicht annähernd genutzt. „Das traditionell führende Industrieland Oberösterreich tut gut daran sich bei dem weltweiten Megatrend Energiewende beispielgebend an die Spitze zu setzen“, ermutigt Mayer die OÖ Landespolitik. Führende oberösterreichische Unternehmen in der Branche der Erneuerbaren Energien, von Ökostrom über Ökowärme bis hin zur Energieeffizienz, auf die das Land stolz sein kann, brauchen eine zukunftsweisende, ambitionierte Energiestrategie als Rückhalt im Heimmarkt für Ihre Exporte.

    „100 Prozent Ökostrom bis 2030“ sind sowohl in Oberösterreich als auch in Österreich eine absolute Vorgabe für eine moderne Industrie-und Standortpolitik, die Klimaschutz als notwendigen Standortfaktor berücksichtigt und diese beiden Elemente vereint. Die Relativierung der Ziele für Klimaschutz und erneuerbare Energien schadet nach Ansicht des EEÖ dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Derzeit produziert Oberösterreich ca. 11 TWh Ökostrom und der Anteil am Gesamtstromverbrauch ist von rund 78% im Jahr 2009 auf rund 69% im Jahr 2015 gesunken. Der EEÖ befürwortet, dass die Oberösterreichische Landesregierung eine integrierte Klima- und Energiestrategie völlig neu aufsetzt um den Ausbau erneuerbarer Energien massiv zu beschleunigen. „Zusätzlich würden wir es begrüßen, wenn sich die Oberösterreichische Politik für eine VOEST-Standortsicherungsklausel im neuen Ökostromgesetz einsetzt, die neben dem Bedarf der E-Mobilität und der gesamten energieintensiven Industrie auch die 33 TWh für die wasserstoffbasierte Stahlproduktion aus österreichischem Ökostrom gewährleistet. Darauf könnten sich dann Industriebetriebe, wie die VOEST, absolut und nicht relativ zum Wirtschaftswachstum verlassen“, schließt Mayer.

    Mittwoch
    Feb222017

    Kleine Ökostromnovelle führt zu weiterhin stabilen Strompreisen

    Derzeit idealer Zeitpunkt für Ökostromausbau

    Mit dem Ende der Begutachtungsfrist zur kleinen Novelle des Ökostromgesetzes widerspricht der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) der Meldung einer großen österreichischen Tageszeitung, dass der Ökostromausbau bisher und auch in naher Zukunft zu einer Strompreiserhöhung führt. „Das Ökostromfördervolumen sinkt 2017 und auch unter Einrechnung einer verbesserten kleinen Novelle wird der Strompreis für Haushalte und Industrie zu realen Preisen nicht ansteigen“ stellt Erwin Mayer vom EEÖ klar.

    Das Herausfallen von Windkraft,- Biogas- und PV-Anlagen aus der Ökostromförderung führt dazu, dass das Unterstützungsvolumen für Ökostrom 2017 um 174 Millionen Euro ohne kleiner Novelle sinkt. Dieser Rückgang muss jetzt genutzt werden, um den durch den fallenden Börsenpreis für Strom ins Stocken geratenen Ökostromausbau in Österreich wieder in Gang zu bringen. Die Haushaltsstrompreise haben sich in den letzten 15 Jahren real nicht erhöht und liegen bei rund 20 Cent/kWh. Die Industriestrompreise sind in diesem Zeitraum real sogar gesunken.

    Der Ausbau erneuerbarer Energie ist auch deswegen dringend geboten, weil schon derzeit Österreich immer weiter in eine Abhängigkeit von Atomstrom- und Kohlestromimporten aus Deutschland und Tschechien gerät. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass die Aufwendungen für den Ökostromzuschlag – derzeit rd 100 Euro pro durchschnittlichen Haushalt und Jahr - um einiges geringer sind als die Möglichkeit Stromkosten durch einen Anbieterwechsel von bis zu 300 Euro/Jahr.

    Keinesfalls den Ökostromkosten zuzurechnen sind Förderung von fossilen Erdgas-Kraftwärmkoppelungsanlagen durch das geplante KWK-Gesetz in der Höhe von 37,5 Mio Euro, wie dies in dem Zeitungsartikel geschehen ist. „Wer sich mit falschen Zahlen gegen den Ökostromausbau stellt, stellt sich letztlich gegen den Klimaschutz und akzeptiert eine Versorgungslücke bei Strom sowie Atom- und Kohlestromimporte“ ergänzt Mayer abschließend.

    Mittwoch
    Feb152017

    Stillstand oder Wachstum: Was bringt die Ökostromnovelle?

    Erneuerbare-Energie-Verbände fordern geschlossen signifikante Änderungen an dem Gesetzesentwurf

    Auch wenn die Erneuerbare-Energien-Verbände begrüßen, dass nach dreijähriger Diskussion die kleine Ökostromnovelle in Begutachtung gegangen ist, haben sie mit Bedauern festgestellt, dass der Entwurf die Ökostrommengen nicht steigern würde. „Schon die kleine Novelle muss ein deutliches Mehr an sauberem Strom bringen“, fordert Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und ergänzt: „Dies wäre eine Win-Win-Win-Situation für Österreich.“

    „Bei einer kleinen Ökostromnovelle mit einem wirklichen Abbau der Ausbaubarrieren gewinnt der Klimaschutz durch mehr erneuerbare Energien, die Wirtschaft durch hohe Investitionen und der Finanzminister durch höhere Steuereinnahmen. Dies ist möglich ganz ohne Mehrbelastung der Stromabnehmer“, bemerkt Püspök. „Mit Bedauern hat die Branche aber festgestellt, dass die vorgeschlagenen Änderungen insgesamt nicht mehr Ökostrommengen hervorbringen. Das kann nicht das letzte Wort sein. In Zeiten der Energiewende muss jede Ökostromnovelle auch ein deutliches Mehr an Ökostrom bringen.“ Nicht zuletzt steht auch im neuen Regierungsübereinkommen, dass eine Ökostromnovelle eine signifikante Steigerung der Investitionen in erneuerbare Energien auslösen soll.

    Ökostromausbau darf nicht verschoben werden

    Das Verschieben des Ökostromausbaus birgt mehrere Gefahren. Zum einen bringt sie eine große Unsicherheit für die gesamte Branche der erneuerbaren Energien. Schon jetzt droht ein mehrjähriger Ausbaueinbruch mit schweren Folgen für den ganzen Wirtschaftszweig. Österreich ist bereits in hohem Maße von Atom- und Kohlestromlieferungen aus unseren Nachbarländern abhängig. Ein Verschieben des Ausbaus verringert somit die Versorgungssicherheit. Dies lässt auch die Treibhausgasemissionen weiter steigen und die Klimaziele werden immer unerreichbarer. „Die Diskussionen über eine große Ökostromnovelle sind zwar wichtig, dürfen aber nicht als Ausrede dienen, die kleine Ökostromnovelle als Impuls für die erneuerbaren Energien, die Wirtschaft und den Klimaschutz ungenutzt zu lassen. Wir müssen die derzeitige Phase der niedrigen Zinsen für den günstigen Ausbau der Erneuerbaren nutzen.“

    Ökostromnovelle ohne Mehrbelastung

    Die Förderkosten des Ökostroms sind um rund 20 % gesunken. Nicht zuletzt, da derzeit deutlich weniger ausgebaut wird als in der Vergangenheit und daher mehr Kleinwasserkraft-, Biomasse- und Windkraftanlagen die Förderung verlassen als neu errichtet werden. Eine ambitionierte Ökostromnovelle könnte nicht nur bedeutend mehr heimischen Ökostrom für Österreich bringen, sondern würde die Ökostromkosten auch nicht über jene vom letzten Jahr steigen lassen. In den nächsten Jahren verlassen viele Ökostromanlagen ihren Förderzeitraum und entlasten so das Ökostromförderregime. So könnten wieder neue Anlagen gefördert werden, ohne dass in Summe die Kosten steigen.

    „Ein Abbau der Ausbaubarrieren für saubere Energie ist eine Vernunftentscheidung zugunsten des Klimas und der Wirtschaft“, bemerkt Püspök und weist zum Abschluss auf die Worte von Bundeskanzler Kern hin: „Wir alle kennen die Probleme, es ist Zeit, sie endlich zu lösen. Es gibt keinen Grund, länger zu warten.“

    Statements der Erneuerbare-Energie-Verbände

    Kleinwasserkraft Österreich, www.kleinwasserkraft.at

    Paul Ablinger: Aus Sicht der Kleinwasserkraft ist der vorliegende Entwurf zur „kleinen Novelle“ der erste Schritt in die richtige Richtung! Notwendige Verbesserungen, vor allem der Abbau der Warteschlange und Rahmenbedingungen für einen langfristig gesicherten Ausbau und Bestand der Kleinwasserkraft müssen unbedingt noch erfolgen. Aktuell warten mehr als 200 bewilligte Anlagen mit einer ungefähren Jahresproduktion von 500 GWh auf ihren Vertrag. Gleichzeitig sind aufgrund der aktuellen Dumpingpreise auch bestehende Anlagen massiv gefährdet! 
    Kontakt: Paul Ablinger, 0664 / 88 25 33 48, p.ablinger@kleinwasserkraft.at

    Arge Kompost und Biogas, www.kompost-biogas.info

    Franz Kirchmeyr: Gerade in der momentanen Wetterlage erkennt man die Bedeutung der Biogastechnologie für die künftige Stromversorgung in Österreich. Mit Biogas bekommt man die Möglichkeit der erneuerbaren Stromversorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit und kann damit notwendige Spitzen auch über längere Zeiträume abdecken. Die geplante Novelle ist daher für die Weiterentwicklung der Technik von großer Bedeutung sowohl für bestehende als auch kommende Anlangen. Es sollte daher das Kontingent für bestehende Anlagen erhöht werden und Neuanlagen wiederum ermöglicht werden. 
    Kontakt: Franz Kirchmeyr, 0664 / 30 40 761, kirchmeyr@kompost-biogas.info

    Photovoltaic Austria, www.pvaustria.at

    Hans Kronberger: Mit einigem guten Willen und einer vernünftigen Novelle des Ökostromgesetzes wäre das PVAusbauvolumen mindestens verdoppelbar ohne einem zusätzlichen Cent an Mehrkosten. Denn für die Photovoltaik sind die Parameter des Ökostromgesetzes von 2012 inzwischen völlig ungeeignet. Durch sinkende Anlagenpreise ist der Fördersatz konsequent gesenkt worden und eine eigenständige PV-Stromnutzung ist wirtschaftlich effizienter. Doch dieses Faktum wird im Gesetz nicht beachtet und durch die falsche Kontingentierung im Förderbudget verliert die PV-Branche jährlich rund 2 Millionen Euro Fördergelder. Ebenso ergibt sich bei der Aufteilung des Resttopfs (für Photovoltaik-, Wind- und Wasserkraftanlagen) Chancenungleichheit durch die unterschiedliche Gültigkeit der Förderanträge. Um diese Ungleichheit zu bereinigen, ist eine fixe Budgetzuteilung für Bürgeranlagen notwendig. 
    Kontakt: Vera Liebl, 0650 / 852 00 90, office@pvaustria.at

    IG Windkraft, www.igwindkraft.at

    Stefan Moidl: Es muss der vorhandene rechtliche und politische Spielraum für die Beseitigung der Ausbauhürden bei der kleinen Novelle genutzt werden. So könnten die baureifen Windkraftprojekte rasch errichtet werden. Die kleine Ökostromnovelle muss einen Abbau der Warteschlange der genehmigten Projekte mit sich bringen. Es sind bereits 260 baureife Windräder mit einer Leistung von 850 MW, die 2,5 % der österreichischen Stromversorgung sauber liefern können. Ihre Errichtung kann ein Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro auslösen und 5.100 Arbeitsplätze schaffen. Weitere 460 Dauerarbeitsplätze würden über die gesamte Lebensdauer der Windräder durch den Betrieb und das Service geschaffen werden.