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    Donnerstag
    Mai252017

    Einladung PK: Rettungsaktion Ökostromgesetz

    GLOBAL2000, Greenpeace, WWF und Erneuerbare-Energien-Verbände vor dem Parlament

    Erneuerbare-Energien-Verbände und Umweltorganisationen fordern geschlossen die Ökostromnovelle im Parlament jetzt zu beschließen

    Seit vier Jahren wird über eine Novelle des Ökostromgesetzes diskutiert. Gelingt der Durchbruch jetzt nicht, bleiben hunderte Ökostromanlagen in der Warteliste und es droht in vielen Fällen der wirtschaftliche Ruin. Der Ministerrat hat die sogenannte „kleine Novelle des Ökostromgesetzes“ im Februar endlich auf den Weg geschickt. Der Wirtschaftsausschuss hat die Novelle Anfang März dem Plenum des Parlaments zugewiesen. Jetzt droht dieses wichtige Vorhaben im Endspurt unterzugehen. Das Gesetz ist bis auf Kleinigkeiten ausgehandelt. Die Erneuerbare-Energien-Verbände und Umweltorganisationen fordern daher geschlossen mit einer gemeinsamen Rettungsaktion vor dem Parlament den Beschluss der Ökostromnovelle. Dieser muss vor den Neuwahlen kommen, damit der Ausbau erneuerbarer Energie in Österreich zügig weitergehen kann. Derzeit finden Verhandlungen zwischen SPÖ, ÖVP und den Grünen statt. Am 7. oder 8. Juni, wenn der Nationalrat wieder tagt, ist eine der letzten Möglichkeiten, diesen wichtigen Klimaschutzimpuls noch rechtzeitig zu setzen.

    Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

    • Peter Püspök Präsident - Dachverband Erneuerbare Energie Österreich, EEÖ
    • Jurrien Westerhof Politische Leitung WWF Österreich
    • Johannes Wahlmüller Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000
    • Alle Geschäftsführer der Erneuerbare-Energien-Verbände sind ebenfalls bei der Rettungsaktion anwesend. Termin und Ort: Dienstag, 30. Mai 2017 um 9.30 Uhr Parlament Vorplatz, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien

    Rettungsaktion Ökostromgesetz 

    Erneuerbare-Energien-Verbände und Umweltorganisationen fordern 
    geschlossen die Ökostromnovelle im Parlament jetzt zu beschließen. 

    Gemeinsame Pressekonferenz vor dem Parlament 

    Datum: 30.5.2017, 09:30 - 10:30 Uhr 

    Ort: 
    Parlament Vorplatz 
    Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien 

    Freitag
    Mai192017

    Raus aus Öl im Heizungsbereich

    Aufkommensneutrale, ökologische Steuerreform unterstützt Umstieg auf heimische Bio-, Solar- oder Umweltwärme 

    Wien – St. Polten. Der Dachverband erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) unterstützt die NÖ-Landesregierung für ein Verbot fester und flüssiger fossiler Energieträger wie Heizöl und Kohle, in Neubauten, die ab 01.01.2019 bewilligt werden. Heizöl ist mit Kohle der CO2-intensivste Energieträger und trägt damit massiv zum menschengemachten Treibhauseffekt bei. Nach dem Bekenntnis Österreichs zum Klimaschutz im Klimavertrag von Paris ist eine vollständige Dekarbonisierung, dh ein 100%iger Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis spätestens 2050 notwendig. Erwin Mayer stv. Geschäftsführer des EEÖ: „Das Verbot von Heizöl und Kohle im Heizungsbereich ist ein wesentlicher, erster Schritt zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern in Österreich und wir erwarten uns ein einstimmiges Ergebnis für den Klimaschutz im niederösterreichischen Landtag.“

    Das Verbot von Heizöl- und Kohleheizungen im Wohnbau muss jedoch mit einer umfassenden ökologischen Steuerreform ergänzt werden. Eine aufkommensneutrale ökologische Steuerreform mit geeigneter Rückführung der CO2-Steuereinnahmen an Haushalte und Unternehmen senkt die Kosten für einen Umstieg auf heimische erneuerbare Energiequellen. Ob ein Gebäude thermisch saniert wird, ob fossile Anlagen erneuert und effizienter werden oder ob auf erneuerbare Energien umgestiegen wird ist dann eine Frage der Rentabilität und der individuellen Möglichkeiten. „Aber diese volkswirtschaftlich effizienteste Möglichkeit Treibhausgase zu reduzieren, wird von VertreterInnen der Erdöllobby wie IWO, dem Fachverband Energiehandel, der WKO und der IV seit Jahrzehnten blockiert. Somit haben die Interessensvertretungen der fossilen Energieträger selbst dazu beigetragen, dass jetzt verstärkt auf Verbote zurückgegriffen werden muss,“ meint Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).  

    Die Treibhausgasemissionen in Österreich sind nach einem längeren Rückgang in den letzten zwei Jahren wieder stark angestiegen, da im Mobilitäts- und Heizungsbereich keine ausreichenden Maßnahmen erfolgt sind. „In der soeben in Ausarbeitung befindlichen Energie- und Klimastrategie müssen deshalb in diesen Bereichen umfassende Instrumente und Maßnahmen festgelegt werden. Das Land NÖ geht hier mit gutem Beispiel voran, und die anderen Bundesländer müssen jetzt folgen“, unterstützt Mayer den vorgelegten Antrag.

    Die heimischen erneuerbaren Alternativen für Öl,- Kohle,- und Gasheizungen sind feste Biomasse, Pellets, Solarwärme und Umgebungswärme. Für den weiteren Ausbau der Wärmepumpen muss jedoch auch die ökologische Stromproduktion in Österreich zusätzlich ausgebaut werden. Denn, nur wenn Wärmepumpen mit 100% Ökostrom angetrieben werden, tragen sie auch zum Klimaschutz bei. Daher sollte der NÖ Landtag und die NÖ Landesregierung dringend an den Nationalrat appellieren, die kleine Novelle zum Ökostromgesetz endlich umzusetzen, um mit dem Warteschlangenabbau bei Wind- und Kleinwasserkraft sowie Verbesserungen für Photovoltaik und Biogasverstromung das Ölheizungsverbot zu unterstützen.

    Montag
    Mai152017

    Petition 'Wir gegen das Ende der Energiewende!' gestartet

    EEÖ unterstützt die Petition "Wir gegen das Ende der Energiewende!".

     

    "Am 18. Mai 2017 soll im Landtag eine neue Energiestrategie beschlossen werden, die den praktischen Stillstand für die bisher durchaus gedeihliche Energiewende in Oberösterreich bedeuten würde. Das ist ein Schaden und eine Schande noch dazu, dass ausgerechnet im Vorzeige-Antiatombundesland Oberösterreich das Ende der Energiewende eingeläutet werden soll", zeigen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, verärgert.

    "Wer klar und ehrlich 'nein' sagt zu Atomstrom, kann und darf es sich nicht leisten, den zügigen Ausbau einer cleveren Mischung an Erneuerbaren Energiequellen zu blockieren! Politische Rahmenbedingungen wie etwa die vorliegenden Entwürfe für die 'ENERGIE-LEITREGION OÖ 2050' oder den 'Oö. Windkraftmasterplan' sind einer konsequenten Antiatom-Position nicht würdig", betonen Schweiger und Egger.

    "Wir starten deshalb eine Petition, mit der Forderung an Energielandesrat Strugl, die Entwürfe gründlich überarbeiten zu lassen. Und wir sind sicher: 'Wir gegen das Ende der Energiewende!' ist kein Anliegen von atomstopp allein, sondern wird bei vielen Mitstreiter_innen im Umwelt- u. Klimaschutzbereich und vor allem bei den Interessensvertretungen aller Erneuerbaren große Unterstützung finden! Wir laden ausdrücklich auch alle nachhaltig orientierten Menschen außerhalb von Oberösterreich ein, die Petition zu unterzeichnen, denn: Die Energiewende ist kein Einzelkampf, sie kann nur durch überregionale Vernetzung gelingen!", so Schweiger und Egger abschließend.

    Freitag
    Mai052017

    Stromkosten sinken, Heizen mit Biomasse, Pellets und Solar bleibt preisstabil, Kosten für Heizöl steigen

    Erneuerbare Energien machen Energiepreise stabil und berechenbar 

    Laut aktuellem Energiepreisindex der Energie Agentur sind die Stromkosten in Österreich im Jahresvergleich um 5,4% gesunken, das Heizen mit heimischer Biomasse-, Pellets- und Solarenergie blieb preisstabil, während die Kosten für Heizöl im Jahresverlauf um satte 22,9% angestiegen sind. Die immer konkurrenzfähigeren Ökostromkosten führen damit zu sinkenden Strompreisen und für alle KonsumentInnen, die auf heimische Biomasse-, Pellets- und Solarenergie setzen, stabilen Wärmekosten. Das Heizen mit Öl hat sich im Jahresverlauf stark verteuert, und bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt Mehrkosten von über 300 EUR, noch ohne Mehrverbrauch durch den Rekordwinter 2016/17.

    Alle KonsumentInnen, die auf österreichischen Ökostrom und heimische Erneuerbare Wärme setzen, haben neben den Umweltvorteilen jetzt auch verstärkt klare Kostenvorteile. „Das Heizen mit Öl ist ein Auslaufmodell. Österreich gibt für den Import von fossilen Energieträgern jedes Jahr über 9 Milliarden EUR aus, die viel sinnvoller in Österreich eingesetzt werden können. Die rd 600.000 bestehenden Ölheizungen in Österreich müssen bis spätestens 2030 durch heimische Bio-, Solar- und Umweltwärme ersetzt werden“, meint Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

    Die erneuerbare Wärmeversorgung weist eine besonders hohe österreichische Wertschöpfung, positive Arbeitsplatzeffekte und eine dauerhafte Versorgungssicherheit auf. „Durch die Umstellung der derzeit bestehenden Ölheizungen auf heimische Bio-, Solar- und Umweltwärme wird in österreichische Technologie und Rohstoffe investiert, und die KonsumentInnen ersparen sich noch etwas dabei,“ schließt Peter Püspök, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), ab. 

    Mittwoch
    Mai032017

    GfK-Umfrage: ÖsterreicherInnen fordern raschen Ökostromausbau

    Regierung muss energiepolitisch endlich Flagge zeigen

     Die ÖsterreicherInnen fordern einen raschen Ökostromausbau und die Umsetzung der Energiewende. Diese Forderung wurde kürzlich durch eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK Austria erhoben. „Es ist höchste Zeit, dass die Regierung ihre Versprechen für mehr heimischen Ökostrom einlöst, dringend positive Rahmenbedingungen für die Erhaltung der bestehenden Anlagen schafft und den Bau der genehmigten neuen Ökostromkraftwerke ermöglicht“, fordert Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes der Erneuerbaren Energien Österreichs (EEÖ). Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen stufen die Entwicklung des Klimawandels als bedrohlich ein und sind mit der derzeitigen Energie- und Klimapolitik unzufrieden, ergab die Umfrage.

    Bevölkerung will die rasche Energiewende

    Die Bevölkerung teilt den fossilen und atomaren Energieträgern eine klare Absage: Im Energiebereich wollen 91% keine Atomkraftwerke und 84% keine Kohlekraftwerke. Eine Reduktion von klimaschädlichen Gasen befürworten sogar 91%. So skizzieren die ÖsterreicherInnen die Energiezukunft: 83% fordern eine rasche Umsetzung der Energiewende, 88% auch die Reduktion der Stromimporte sowie die Schaffung regionaler Arbeitsplätze mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

     

    Regierung muss Auftrag ernst nehmen

    „Alle Fakten liegen auf dem Tisch. Nach der Klimakonferenz von Paris ist klar, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren haben. Österreich hat das Klimaprotokoll vor einem Jahr unterschrieben. Die Bevölkerung wünscht sich ein rasches und ambitioniertes Handeln. Mit der kleinen Ökostromnovelle besteht die Möglichkeit, einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Die österreichische Regierung verkündet zwar, dass sie die Investitionen in erneuerbare Energien signifikant erhöhen will und schreibt dies auch in einem Regierungsprogramm fest, bei den Verhandlungen im Parlament wird die tatsächliche Umsetzung aber mit allen Mitteln blockiert. Es werden immer neue Begründungen erfunden, warum der Erhalt der effizienten Biogas- sowie  Biomasseanlagen und der Abbau der Warteschlange bei bereits genehmigten Ökostromprojekten nicht möglich wäre. Diese Blockade muss endlich beendet werden“, fordert Püspök und ergänzt: „Die Ankündigungen eines forcierten Ausbaus der erneuerbaren Energien sowie eines Investitions-Impulses müssen umgehend in die Tat umgesetzt werden.“ Seit sechs Jahren wurden die Gesetze in der Elektrizitätswirtschaft nicht geändert, obwohl sich der Strommarkt radikal verändert hat. Seit knapp vier Jahren diskutiert die Branche mit dem Wirtschaftsministerium über Änderungen des Ökostromgesetzes. Obwohl seit Februar die Novelle in der parlamentarischen Diskussion ist, hat sich an der Blockadehaltung der Regierung nichts geändert.

    Regierung muss endlich Flagge für die erneuerbaren Energien zeigen

    „Wir müssen bei der Energiewende endlich größere Schritte nehmen. Der Fortbestand bestehender effizienter Anlagen und der Warteschlangenabbau bei genehmigten Projekten mit der ‚kleinen Ökostromgesetz-Novelle’ ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und der muss endlich gesetzt werden. Die Regierung ist es der Bevölkerung schuldig, ihre Versprechen endlich einzulösen. Das Abschalten von Biogasanlagen zugunsten von Atomstromimporten ist schlichtweg inakzeptabel“, so Püspök. Der Abbau der Warteschlange bei bereits genehmigten Ökostromprojekten würde auf einen Schlag 3% mehr Ökostrom für Österreich bringen. Dies wäre enorm wichtig, damit der Ökostromausbau weiter fortscheiten kann. Die Bevölkerung fordert die rasche Energiewende, die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt profitieren enorm vom Erhalt der bestehenden Ökostromanlagen und von einem Warteschlangenabbau mit der kleinen Novelle. „Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner müssen ihre Ankündigungen ernst nehmen und die Blockadepolitik beim Ökostrom beenden“, so Püspök abschließend.

     

    Zur Umfrage: Das Marktforschungsunternehmen GFK Austria hat in einer aktuellen Umfrage die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zur Energiewende untersucht und befragte dabei 750 Personen repräsentativ in ganz Österreich. Die Studie wurde zwischen 8. und 14. Februar 2017 durchgeführt.

    Eine Zusammenfassung steht hier zur Verfügung.