Heute Vormittag hat die Bundesregierung im Rahmen einer Pressekonferenz die neue „Industriestrategie Österreich 2035“ vorgestellt. Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt grundsätzlich das Ziel, den Industriestandort Österreich abzusichern und weiterzuentwickeln. Ob die Strategie jedoch zum Erfolg wird, entscheidet sich an klaren energiepolitischen Prioritäten und ihrer konsequenten Umsetzung.
Energiepolitik ohne Dialog: EEÖ kritisiert Begutachtungsprozess zu Marktprämien- und Investitionszuschussverordnungen
Anlässlich des Endes der Begutachtung zur Novellierung der EAG-Marktprämienverordnung 2026 sowie zur EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom 2026 zieht der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) eine ernüchternde Bilanz: Die Vorgangsweise der Bundesregierung setzt einen Stil fort, bei dem zentrale energiepolitische Weichenstellungen ohne ernsthaften Dialog mit der Branche und ohne inhaltliche Substanz erfolgen.
Begutachtung zentraler Förderverordnungen einen Tag vor Weihnachten lassen Aktualität und Dialog missen
Kompromiss ebnet Weg für modernes Strom-Betriebssystem
Studie zu ElWG: „Österreich-Aufschlag“ durch Erzeugungsentgelte steigert Import-Abhängigkeit und benachteiligt heimische, regionale Erzeugung
Eine von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), dem Dachverband der Erneuerbaren-Verbände, in Auftrag gegebene Studie der Energieberatung „Enervis“ sieht durch zusätzliche Netznutzungsentgelte des sogenannten „Günstiger-Strom-Gesetzes“ eine deutliche Erhöhung der Stromimporte und Verstärkung des Kaufkraftabflusses ins Ausland. Heimische Erzeugung werde schlechter gestellt – der Import von Strom aus Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerken steigt.
Erneuerbare-Branche korrigiert Aussagen von Staatssekretärin Michaela Schmidt: „Fakten statt Verzerrung – das Stromsystem braucht Klarheit, nicht Schuldzuweisungen“
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Nach dem gestrigen ZIB2-Interview von Staatssekretärin Michaela Schmidt sieht sich die Erneuerbaren-Branche erneut veranlasst, falsche Darstellungen richtigzustellen. Mehrere Aussagen zu Inflation, Netzkosten und Strompreisbildern entsprechen nicht der Realität.
Erneuerbare-Branche kritisiert Hattmannsdorfer scharf: „Fakten statt populistischen Mythen – Energiepolitik braucht Ehrlichkeit“
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Die Aussagen von Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer im gestrigen Zeit im Bild 2-Interview haben in der Erneuerbaren-Branche für breite Verwunderung gesorgt. Zahlreiche Behauptungen des Ministers entsprechen weder der Realität am Energiemarkt noch den technischen und regulatorischen Grundlagen des Stromsystems. Die Branche nimmt daher einen umfassenden Faktencheck vor – und stellt klar: Populistische Kurzschlussargumente ersetzen keine sachliche Energiepolitik.
Tausende Privatpersonen und hunderte Unternehmen laufen seit Jahren für eine sichere und heimische Stromerzeugung. Die Erneuerbaren mahnen zu Respekt und Ernsthaftigkeit abseits von PR-Lärm. Es werden hier altmodische, fossile Erzählungen aus der Vergangenheit – auch durch Interessenvertretungen – bedient, die längst überholt sind und der Versorgungssicherheit schaden.
Strompreise lassen sich nicht politisch herbeireden
Marktpreise folgen wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten – nicht politischen Parolen. Echte Entlastung entsteht nur durch geringere Abgaben, stabile Rahmenbedingungen sowie den Ausbau heimischer erneuerbarer Produktion und nicht durch kontinuierliche, neue erratische Belastungen und politisches Risiko für die Investitionen. Dauerhaft niedrigere Preise gibt es durch mehr Angebot, effiziente Netze und weniger Importabhängigkeit – nicht durch PR-Ansagen oder nationale Aufschläge.
Netzkosten steigen, weil jahrelang zu wenig investiert wurde – nicht wegen Erneuerbarer
Von „explodierenden Netzkosten“ zu sprechen ist sachlich falsch. Der notwendige Ausbau ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionspausen. Die Netzinfrastruktur von heute basiert auf wichtigen Investitionen unserer Eltern und Großeltern im Wissen um den Wert für die Zukunft. Dieses Erbe zu bremsen wäre ein energiepolitischer Fehler: Weder Netz- noch Erneuerbaren-Ausbau dürfen „abgedreht“ werden. Netzkosten sind streng reguliert, müssen genehmigt werden und sind in manchen Netzgebieten sogar gesunken. Alarmismus hilft niemandem – effiziente Netzplanung und moderne Finanzierung sehr wohl.
Erzeuger zahlen bereits jetzt substanzielle Netzkosten
Die Behauptung, Erzeuger würden das Netz gratis nutzen, ist grober Unfug. Anschlusskosten, Infrastrukturbeiträge, Verlustenergie und laufende Entgelte – all das leisten Anlagenbetreiber heute bereits in hohem Umfang. Zudem senkt mehr erneuerbare Erzeugung die Großhandelspreise, wovon Haushalte und Unternehmen profitieren.
Abregelungen sind ein Netzproblem – kein Erzeugerproblem
Wenn Wasserkraftwerke temporär abgeregelt werden, zeigt das nur eines: Der Netzausbau hinkt hinterher. Überproduktion ist ein normales Marktsignal und fördert Investitionen in Speicher und Flexibilitäten. Ursache und Wirkung zu verwechseln, lenkt von den wirklichen Versäumnissen ab. Flexibilisierung und Speicher brauchen mehr Tempo und keine Ideologie.
Physik wird nicht ignoriert – Verfahren sind streng und technisch präzise
Jede erneuerbare Anlage durchläuft detaillierte technische Prüfungen. Niemand baut gegen physikalische Gesetzmäßigkeiten. Das Problem ist nicht eine missachtete Physik, sondern ein zu langsames und zu mühsames Genehmigungssystem – sowie eine Netzinfrastruktur, die der Energiewende hinterherläuft. Österreichs Genehmigungsaufwand und -kosten sind europaweit einzigartig – und ein zentraler Kostentreiber. Dennoch liegen dafür bis heute keine wirksamen Entlastungsmaßnahmen auf dem Tisch.
Blackoutprävention ist europäisch geregelt – nicht politisch erfunden
Netzsicherheit basiert auf europäischen Standards, täglicher internationaler Koordination und modernster Regeltechnik. Kein nationales Gesetz verhindert Blackouts – aber moderne Netze, Speicher und professionelle Netzführung. Die österreichische Netzstabilität ist auf Rekordniveau. Dafür gibt es in Österreich professionelle Akteure, die sich eng mit Erzeugern abstimmen. Hier dürfen keine Ängste geschürt werden.
Fazit: Weniger Schlagzeilen, mehr Substanz
Wer die Energiewende ernst meint, setzt auf Stabilität statt Symbolpolitik. Die Branche fordert daher:
verlässliche Regeln und Planbarkeit für Investitionen
schnelleren Netzausbau
forcierte Speicher- und Flexibilitätslösungen
Stärkung heimischer, erneuerbarer Erzeugung
Entlastung bei Steuern und Abgaben
Mehr Sachlichkeit und Austausch, statt ideologischer Grabenkämpfe
Nur so wird Energie in Österreich langfristig günstiger, sicherer und unabhängiger – durch faktenbasierte Politik, nicht durch populistische Mythen.
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PR-Parole „Billigstrom“ als Schönfärberei für schädlichen Österreich-Aufschlag
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) reagiert mit scharfer Kritik auf die jüngste öffentliche Kommunikation rund um das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Die Vermarktung des Gesetzes als „Billigstromgesetz“ ist aus Sicht des EEÖ bewusst irreführend und lenkt von wesentlichen Defiziten ab. Es brauche viel mehr Substanz statt PR. Nach aktuellem Stand wirke das Gesetz als Energiewendebremse und Preisaufschlagsgesetz.
Warten ins Leere: ElWG-Sackgasse für leistbare, heimische und sichere Energie
Österreichs Erneuerbaren-Branche möchte beim Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) nicht die Zuversicht verlieren, allein es fehlt zunehmend der Glaube. Noch immer hat Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer keinen neuen Gesetzesvorschlag auf den Weg Richtung Parlament gebracht – obwohl das Gesetz für die Strombranche, die Energiewende und die heimische Versorgungssicherheit dringend notwendig ist.
Erneuerbare präsentieren 10-Punkte-Fahrplan zur Senkung der Netzkosten
EEÖ stellt Erneuerbaren-Zahlen aus EAG-Bericht klar
„Sanierungsoffensive neu“ wichtiger erster Schritt
Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt die lang erwartete und heute von Bundesminister Norbert Totschnig im Rahmen der „Sanierungsoffensive“ vorgestellte Neuauflage der Förderungen für den Heizkesseltausch. Damit wird nach monatelangem Stillstand beim Heizungstausch wieder eine neue Dynamik in Gang gesetzt, so die Hoffnung der Heizungsbranche.
EABG-Entwurf mit Licht und Schatten
Der heute von den Regierungsparteien präsentierte Entwurf für das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) wurde lange erwartet. Dieses Gesetz sollte Österreich beim Ausbau erneuerbarer Energien entscheidend voranbringen. Doch der Entwurf bleibt bei den Beitragswerten für die Bundesländer unverbindlich und damit hinter den Erwartungen zurück.
Regierungsklausur: Preisdämpfende Wirkung erneuerbarer Energie darf im Konjunkturpaket nicht fehlen
EEÖ: Zukunft des Heizungstausches braucht rasch klaren Rahmen – sonst stehen Betriebe und Haushalte im Regen
Wien – Die am Dienstag dieser Woche in Alpbach von Bundesminister Totschnig und Staatssekretärin Zehetner präsentierten Ergebnisse einer Analyse zur Effizienz von Klima- und Energieförderungen wurden mit Spannung erwartet – soll die Studie doch die Basis für eine Neuausrichtung der Förderlandschaft bilden. Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) drängt nun auf rasches Handeln: Seit Ende letzten Jahres, als die Fördermittel für den Austausch fossiler durch erneuerbare Heizsysteme ausgeschöpft waren, fehlt jede Nachfolgeregelung.
"Programm”-Fehler in lang erwarteter “Energie-Software”: ElWG-Entwurf benachteiligt regionalen Strom und macht Energiepreise NICHT günstiger
EEÖ warnt zu ELWG-Begutachtungsstart: Praxiswissen und Planungssicherheit ausgeklammert
Günstiger Strom für Österreich durch vollumfängliche RED III-Umsetzung
Wie die EU-Richtlinie RED III durch die optimale Umsetzung auf Bundes- und auf Landesebene zum Beschleunigungsmotor der Energietransformation in Österreich werden kann, diskutierten Jurist:innen, Behördenvertreter:innen und andere Stakeholder vergangenen Mittwoch im Rahmen eines hochkarätig besetzten Fachdialogs von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz.
Erneuerbare Energie Österreich fordert: Milliardeninvestitionen brauchen Gesetze, keine Ankündigungen!
Die aktuelle Marktstatistik zur Entwicklung erneuerbarer Energietechnologien zeigt ein klares Bild: nach boomenden Jahren bremst sich 2024 die Marktentwicklung ein – trotz noch verfügbarer attraktiver Fördermittel. Bei nahezu allen erneuerbaren Technologien ist die Dynamik ins Stocken geraten. Dabei liegt genau in diesem Bereich ein enormes Potential, um die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln und den Wirtschaftsstandort nachhaltig gut aufzustellen.
Dachverband Erneuerbare Energie kritisiert bisherige REDIII-Umsetzung und fordert bundesweite Vorgaben durch EABG
Durch die EU-Richtlinie RED III für den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien bis zur europäischen Klimaneutralität wird ein wichtiger Stichtag für Österreich fällig: Jedes Bundesland muss per 21.Mai 2025 das Flächenpotential für Erneuerbare Energietechnologien erfasst haben, damit im Februar des kommenden Jahres Beschleunigungsgebiete für die rasche und entbürokratisierte Umsetzung von Erneuerbaren-Projekten ausgewiesen werden können. Ein vom Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) in Auftrag gegebenes juristisches Umsetzungsradar für die Bundesländer macht die Verzögerungen bei der Flächenerfassung sichtbar, doch darüber hinaus lassen starke Versäumnisse und neun verschiedene Umsetzungsweisen in den Bundesländern eine weitere Verkomplizierung von Genehmigungsverfahren und zusätzliche bürokratische Hürden befürchten.
















