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    Donnerstag
    Okt042018

    Ökoenergie schützt vor Kostenschock

    Fossile Kostenexplosion ist ein Grund mehr für Energiewende

    Mit ihrem Energiepreisindex hat die österreichische Energieagentur erneut die exorbitante Kostenbelastung österreichischer Haushalte und Unternehmen durch fossile Energieträger deutlich gemacht. Der Anstieg der Kosten von Heizöl und Treibstoffen um bis zu 24% im Vergleich zum Vorjahr illustriert die Kostenfalle, in die uns die fossilen Energieträger treiben. „Jährlich verliert Österreich über 10 Milliarden Euro durch den Import der Energieträger von gestern: Fossilstrom, Kohle, Öl und Erdgas. Es ist höchste Zeit für den Umstieg auf saubere, heimische Energien,“ so Florian Maringer, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

    Der Energiepreisindex blendet noch dazu ein wichtiges Problem vollständig aus: die langfristige Belastung der KonsumentInnen und Unternehmen durch die hohen Kosten fossiler Energieträger beim Heizen und in der Stromversorgung, die diese zwangsweise mit sich bringen. So zeigt eine Studie der TU Wien, dass über die Lebensdauer des Heizsystems hinweg private Haushalte eine jährliche Kostenbelastung von bis zu 6.000 Euro tragen müssen. Durch den Umstieg auf ökologischere Heizsysteme wie etwa Biomasse oder mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen können die Kosten um fast die Hälfte gesenkt werden, so die TU Wien. Erst kürzlich hat auch die OMV angekündigt, bis Ende 2019 aus der Förderung von Heizölkesseln, spät aber doch, auszusteigen. Wenn sich Mineralölkonzerne aus diesem Kerngeschäft verabschieden ist das ein überfälliges aber wichtiges Zeichen. Gemeinsam mit der bestehenden Förderung für den Umstieg auf saubere Heizsysteme des Bundes könnte dieses österreichische Vorzeigeunternehmen nun ähnlich dem norwegischen Öl- und Gasriesen Equinor (früher Statoil) den Umstieg auf erneuerbare Energien vorantreiben.

    Auch im Strombereich zeigt sich das Bild, dass die heimische Wirtschaft durch die Produktion von Ökostrom in Österreich statt hoher Importmengen heimische Wertschöpfung schaffen kann. „Mit dem Ziel von 100% erneuerbaren Energien im Strombereich bis 2030 ist damit ein Meilenstein auf dem Weg in die Energiesicherheit Österreichs gelegt,“ so Maringer. „Wenn Kunden Ökostrom aus Österreich beziehen, ist das die beste Absicherung und der wichtigste Beitrag für den Aufbau einer unabhängigen und sauberen Zukunft.“  

    Details zu den genannten Studien finden Sie unter http://www.erneuerbare-energie.at/ee-positionen