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    Sonntag
    Jän222017

    Heizkostenvergleich zeigt Notwendigkeit einer ökologischen Steuerreform

    Klimaschutz braucht Bestbieter- und nicht Billigstbieterprinzip 

    Während in Österreich bei öffentlichen Ausschreibungen inzwischen vom Billigstbieter- zum Bestbieterprinzip übergegangen wurde, stellt ein aktueller Heizkostenvergleich der Energieagentur ausschließlich das Billigstbieterprinzip in den Vordergrund. „Wenn man die Klimaschutzverpflichtungen Österreichs und die Ökologisierungsankündigungen von Bundeskanzler Kern, Vizekanzler Mitterlehner, Finanzminister Schelling sowie die diesbezüglichen Initiativen von Umweltminister Rupprechter ernst nimmt, dann werden in Zukunft fossile Brennstoffe durch die notwendige Bepreisung des CO2-Ausstoßes deutlich teurer als heimische, erneuerbare Energiequellen sein,“ stellt Peter Püspök, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), fest.

    Zusätzlich ist auf den Öl- und Gasmärkten, wie schon bisher, mit starken Preisschwankungen zu rechnen, die die vorliegenden Berechnungen in Frage stellen. Die kürzlich vom Umweltbundesamt präsentierten stark steigenden CO2-Emissionen in Österreich (2015 +3,2%) zeigen wie notwendig der Umstieg auf Erneuerbare auch im Wärmesektor ist.  

    Unberücksichtigt in der Heizkosten-Studie bleibt auch die hohe Abhängigkeit Österreichs bei Öl und Gas von politisch instabilen Förder- und Transitländern. Dagegen weist gerade die erneuerbare Wärmeversorgung aus Biomasse, Pellets und Solarwärme eine besonders hohe österreichische Wertschöpfung, positive Arbeitsplatzeffekte und eine dauerhafte Versorgungssicherheit auf. „Eine langfristige Investitionsentscheidung eines Haushaltes im Wärmebereich, darf angesichts der notwendigen und zu erwartenden Entwicklungen beim Klimaschutz nicht auf kurzfristige Billigstangebote ausgerichtet sein,“ schließt Peter Püspök.