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    Freitag
    Jul222016

    Dramatische Beschleunigung der Energiewende für Klimaschutz notwendig

    Das in dieser Woche verlautbarte Ziel der EU für Österreich, das bis 2030 eine Reduktion der Treibhausgase ausserhalb des ETS um 36% gegenüber 2005 vorsieht, verfehlt zwar die Ziele des Klimaabkommens von Paris, macht aber selbst auf dem niedrigen Niveau eine dramatische Beschleunigung der Energiewende in Österreich notwendig. Aufgrund der Aktivitäten der Regierungen in den 1950er bis 1980er Jahren besitzt Österreich zwar einen hohen Anteil an Wasserkraft zur Stromgewinnung, das Tempo der Energiewende insgesamt in den letzten zwanzig Jahren war hingegen mehr als bescheiden. Länder, die wirtschaftlich erfolgreicher als Österreich sind, wie Deutschland, Schweden und Dänemark sind Pioniere beim Tempo der Energiewende und profitieren dadurch beim Wirtschaftswachstum.

    Die EU Ziele bedeuten, dass wir ab sofort die Kriechspur sowohl bei der Energieeffizienz als auch beim Ausbau aller Erneuerbaren Energien verlassen müssen, wenn wir den Anschluss in Europa nicht verlieren wollen. Die Folgen des in Österreich besonders stark spürbaren Klimawandels werden immer weniger leistbar. Ohne raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien zusammen mit neuen Speichertechnologien wird die Versorgungssicherheit gefährdet. Und eine Wirtschaft, die den weltweiten Megatrend Energiewende nicht als Surfwelle nutzt, wird immer weniger wettbewerbsfähig.

    Diesbezügliche wiederholte Mahnungen von Fachleuten, wie z.B. von dem Wirtschaftsforscher Prof. Aiginger, dürfen nicht länger totgeschwiegen werden. „Die Regierung darf ihre Verantwortung für den Klimaschutz nicht in der Garderobe einiger Sozialpartner abgeben“, so Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes „Erneuerbare Energie Österreich“. „Das neue Regierungsteam, das noch keine hundert Tage im Amt ist, hat die Chance die Unterzeichnung des Klimavertrags von Paris und die jetzt verlautbarten EU Ziele als Startschuss für eine Wende in der österreichischen Energiewendepolitik zu nutzen. Es sind Taten gefordert und keine Ablenkungsmanöver“, so Püspök.