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    Donnerstag
    Nov242016

    Elektromobilität ist nur mit zusätzlichem Ökostromausbau sinnvoll

    Das heute präsentierte E-Mobilitätspaket muss mit dem Ökostromausbau in Österreich kombiniert werden

    Heute wurde von den Bundesministern Jörg Leichtfried und Andrä Rupprechter das E-Mobilitätspaket im Gesamtumfang von rd 72 Millionen EUR für 2017 vorgestellt. Damit sollen Anreize für den Kauf von E-PKWs, E-Zweirädern, E-Bussen und E-Nutzfahrzeugen geschaffen werden.

    Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt diese Aktivitäten, da die Umstellung des Individualverkehrs auf Elektromobilität ein äußerst wichtiger Baustein der Energiewende ist. E-Autos benötigen mit durchschnittlich rd 15 kWh/100 km nur 20% der Energie eines fossil angetriebenen PKWs. Voraussetzung für eine klimaschonende E-Mobilität ist jedoch, dass der dafür benötigte Strom aus neuen Ökostromanlagen in Österreich zur Verfügung gestellt wird, damit die Treibhausgasemissionen im Verkehr auch wirklich sinken.

    Derzeit deckt der Ökostromausbau in Österreich nicht einmal den jährlich steigenden Strombedarf ohne Elektromobilität ab. Sollte das E-Mobilitätspaket – was sehr zu hoffen ist – erfolgreich sein, muss der zusätzliche Strombedarf aus Nachbarländern importiert werden. „Jeder zusätzliche Strombedarf für E-Mobilität muss deshalb mit dem Ökostromausbau in Österreich kombiniert werden. Andernfalls gibt es keine CO2-Entlastung, da entweder nur eine Umetikettierung von bereits vorhanden (Wasserkraft)Strom erfolgt oder der Strom aus benachbarten Kohle- und Atomstromkraftwerken importiert werden muss,“ befürchtet Erwin Mayer, stv GF von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

    Seit 2001 ist Österreich ein Nettoimporteur von Strom, da rd 10 TWh derzeit va aus Deutschland und Tschechien importiert werden. Damit beträgt der Anteil von Importstrom am Inlandstromverbrauch bereits 16,4%, und sollte durch die Einführung von E-Mobilität nicht weiter erhöht werden. „Dass die Zukunft der individuellen Mobilität in der Elektromobilität liegt, ist Gott sei Dank inzwischen Allgemeingut. Elektromobilität ohne entsprechenden Ökostromausbau wäre eine „Mogelpackung,“ führt Peter Püspök, ein seit 3 Jahren praktizierender E-Auto Fan und Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), aus.

    Wenn bis 2030 1 Million Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen sind, bedeutet das einen zusätzlichen Strombedarf von rd 2-3 TWh, der aus neuen Kleinwasserkraft-, Wind-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen bereitgestellt werden muss. Insofern muss der Ausbau der E-Mobilität mit dem Ökostromausbau in Österreich parallel verlaufen, um die CO2-Einsparziele im Verkehr auch wirklich zu erreichen“, schließt Peter Molnar, Geschäftsführer von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) ab.