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    « Ökostrom-Gesetz neu: Verhandlung zur Einspeisetarifverordnung dringend abschließen. | Main | EEÖ: Diskussion um Kosten der Energiewende zeigt eindimensionales Denken »
    Donnerstag
    Jun282012

    Plank: Ohne vernünftige Einspeisetarife wird die heimische Ökostrom- Erzeugung weiter sinken

    Wien, 28. Juni 2012; „Die Bilanz der vergangenen Jahre bestätigt, dass die bisherigen
    Einspeisevergütungen den Anteil der Erneuerbaren Energien in Österreich nicht wesentlich
    vorangebracht haben. Die jüngsten Zahlen von Eurostat zeigen, dass die Anteile von 2009
    auf 2010 von 67,7 auf knapp über 61% um 6 Prozent sogar rückläufig waren. Und auch
    die bereits über die E-Control verfügbaren Zahlen für 2011 zeigen einen Rückgang in der
    heimischen Ökostromproduktion um über 7% und bestätigen den weiteren Abwärtstrend.
    „Wir erwarten uns daher von energiepolitischen Entscheidungsträgern vernünftige
    Einspeisetarife, damit das am 1. Juli inkrafttretende Ökostrom-Gesetz umgesetzt, der
    Ausbau von Ökostrom wesentlich beschleunigt und Ökoenergie Anlagen dadurch schneller
    an die Marktreife herangeführt werden können“, so Präsident Plank von EEÖ-Erneuerbare
    Energie Österreich.
    Tatsächlich zeigt der EU-Vergleich, dass Österreich zwar Spitzenreiter im Anteil der
    Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist. Dennoch konnte mit 2010 das EU-
    Ziel, den Anteil auf 78,1% am Bruttoinlandsverbrauch bei weitem nicht erreicht werden.
    Darüber hinaus stagniert seit Jahren der heimische Ökostrom-Ausbau. Zwar wurden in den
    letzten Jahren Ökoenergie-Anlagen hinzugebaut. Der direkte Vergleich mit Deutschland
    zeigt aber, was mit einer ambitionierter Energiepolitik möglich wäre. Während hierzulande
    mit dem Ökostrom-Ausbauvolumen der letzten Jahre gerade einmal der steigende
    Stromverbrauchszuwachs abgedeckt und eine minimale Steigerung von 10% erreicht
    werden konnte, hat Deutschland in der selben Zeit seinen Ökostrom-Anteil Versiebenfacht.
    Und das ohne Wasserkraft und Biomasse.


    Energiewende im Strombereich möglich machen – mit den richtigen Signalen an die
    Investoren.
    „Unser hoher Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromversorgung darf uns kein
    Ruhekissen sein. Die mit dem neuen Ökostrom-Gesetz prognostizierte Ausbauleistung bei
    Wind, Photovoltaik , Wasserkraft und Biomasse, können auch mithilfe einer entsprechenden
    Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes eine vollständige Energiewende im Strombereich
    bis 2020 möglich machen kann. Damit diese Prognose auch eintritt, braucht es auf
    Grundlage des neuen Ökostrom-Gesetzes vernünftige und marktgerechte Einspeisetarife,
    um die richtigen Signale an die Investoren in Ökoenergie-Anlagen geben zu können“, so
    Präsident Plank abschließend.

    Rückfragehinweis:
    DI Alexander Karner
    Neubaugasse 4/7-9
    0676 450 9661
    karner@erneuerbare-energie.at